Saturday, March 10, 2007

Vorstellung eines Dokumentationssystemes für die Intensivstation: "ICUData"

"IDU Data ist ein Standart-Softwareprodukt einschließlich einer digitalen Patientenakte für die Intensivmedizin..." und "...umfasst alle administrativen, medizinischen und pflegerischen Daten auf die Intensivstation und stellt sie auf einer objektorientierten Benutzeroberfläche zur Verfügung.
Umfangreiche Importmechanismen aus verschiedenen Datenquellen, wie beispielsweise dem Zentral- und Akutlabor, erleichtern dem Personal die Dokumentation. Zahlreiche Statistiken können für klinische, administrtaive und wissenschaftliche Fragestellungen erstellt werden." (Siehe www.imeso.de, "Dokumentations- Startseite").
Die entsprechenden Datenbänke (z.B. "ADMDatenbank") verwalten u.a. Aufnahmen, Tranfers und Entlassungen von Patienten und speichern Daten.
Ähnlich wie herkömmliche Papierakten werden dem Benutzer Informationen aus der medizinischen und pflegerischen Arbeit auf einer Benutzerseite auf bettseitigen Geräten im Patientenzimmer dargestellt. Das System ermöglicht eine papierlose Dokumentation aller an der Behandlung eines Intensivpatienten beteiligten Berufsgruppen und "unterstützt die Planung und das Management einer Intensivstation."

1. Funktionalität des Systems:
  • Patientenbezogene EDV-Akte
  • Datenfassung ist für den individuellen Patienten "unendlich" möglich
  • Automatische Datenübernahme von medizinischen Geräten (Monitoring, Beatmungsgeräte, Perfusoren, Blutgasanalysegeräte,...)
  • Kategorien für Verlauf, Befunde, Vitalparameter, Beatmungsparameter, Medikamente, Pflege, Bilanz, Maßnahmen,...)
  • Automatische Bilanzierung zu jedem Zeitpunkt
  • Jeder Eintrag ist mit Angabe des Benutzers und der Zeit dokumentiert
  • Kompatibel mit anderen Systemen, z.B. Medizinische Programmsysteme und Pflegedokumentationssysteme der Allgemeinpflege
  • Innerhalb des Unternehmen können die Daten bei Patientenverlegungen ohne Zeit- und Informationsverlust genutzt werden
  • Übersichtliches Layout

2. Beispielhafte Kategorien:

  • Patientendaten
  • Untersuchungen und Befunde
  • Maßnahmen
  • Pflege
  • Medikamente
  • Bilanz
  • Vitalwerte
  • Batmungsparameter
  • Labor
  • Verlauf
  • Jede Kategorie läßt sich in vielfache Untergruppen auflisten und bietet damit eine individuelle und spezifische Dokumentation

3. Vorteile des Systemes aufgrund eigener Erfahrungen:

  • Der Schulungsaufwand ist für bereits EDV-erfahrene Mitarbeiter verhältnismässig gering. Für unerfahrene Mitarbeiter mit einem höheren Schulungsaufwand steht der Administrator in der täglichen Praxis zur Verfügung.
  • Die EDV-Administratoren auf der Intensivstation haben die Befugnis und die Möglichkeit bereichsindividuelle Ergänzungen vorzunehmen. Die Stationsadministratoren sind die Schnittstelle zwischen dem Produkt und den Anwendern und fangen aktuell auftretende Probleme zeitnah auf
  • Die Schnittstellen zu den medizinischen Geräten können zeitlich versetzt und nach eigenen finanziellen Belangen verknüpft werden, d.h. die Intensivstation kann das Monitoring und die Beatmung mit dem EDV-System und erst im späteren Verlauf kompatible Perfusionsgeräte verbinden.
  • Berufsgruppenübergreifende gemeinsame Verantwortlichkeit zur Dokumentation des Behandlungsprozesses eines Intensivpatienten und damit eine Basis zur gemeinsamen therapeutischen Begleitung.
  • Einfacher Überblick einer Patientenakte.
  • Die Ansicht des Verlaufes ermöglicht dem Behandlungsteam jederzeit einen aktuellen Überblick und eine Entscheidungsgrundlage.
  • Die Betreiber der Software verfügen über langjährige Erfahrungen.
  • Übersichtliches Layout, d.h. die sichtbare Datenmaske kann dem tatsächlichen und aktuellen Bedarf der Darstellung angepasst werden, mit demVorteil der eigenständigen Auswahl durch den Mitarbeiter und Vermeidung einer Datenüberflutung.

4. Empfehlungen:

  • Schaffen einer in allen Teilprogrammen durchgehenden Verknüpfung zwischen dem System "ICU Data" und eines Programmsystemes für Patienten der Allgemeinpflege.
  • Das Personal muß bei Verlassen des Patientenzimmers auf Datenschutzbestimmungen achten und eine Dateneinsicht durch den Besuchern (Bedienen einer Taste am PC) vermeiden. Das System sollte eine einfache Möglichkeit bereithalten, um den Datenschutzbestimmungen und der Sicherheit des Patienten gerecht zu werden.
  • Einfache Abbildung des Pflegeprozesses in einem Item. Aktuell bietet das System verschiedene Möglichkeiten unter dem Item "Pflege" pflegerelevante Planungen und Maßnahmen zu dokumentieren.

5. Zusammenfassung:

"ICU Data" erscheint mir als Anwender benutzerfreundlich, effizient nutzbar, individuell für die einzelnen Bedarfe der Berufsgruppen passend und als elektronisches Mittelpunkt der therapeutischen Behandlung.

Dennoch scheint eine regelmässige Evaluation durch alle am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen unter Beachtung ihrer Bedürfnisse und inhaltlichen Erfordernissen unabdingbar.

1 Comments:

Blogger bernhardffm said...

Als Intensivpfleger, der noch viel, zuviel auf dem Papier dokumentiert, hört sich das gut an. Die Vorteile liegen auf der Hand: genauere Dokumentation z.B. von Ereignissen (Asystolien, Rhytmusstörungen etc)durch Einbindung von Monitordaten, und damit verbunden eine Zeitersparnis durch Wegfall von der Suche nach Daten oder umständliches schriftliches Dokumentieren.
Wäre nur zu sehen, wie einfach ist dies System zu bedienen, denn jedes System ist nur so gut, wie der Programmierer, der es erschaffen hat.

11 March, 2007  

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