Thursday, April 12, 2007

Leistungs- und Zeiterfassung mit Hilfe von mobilen Scan-Geräten

Diese EDV-gestützte Dokumentation kann ich aus eigener Erfahrung schildern.
Kennengelernt habe ich das einscannen von Pflegeleistungen in der ambulanten Pflege vor über fünf Jahren.
Das Prinzip ist einfach: Der Pflegedienst hattte mehrere SCANNER in seinem Besitz.
Diese ca. 25 cm lange Geräte waren mit einem Display, einer Zahlentastatur und einem Infrarotsensor der das eigentliche einscannen übernahm, ausgestattet.
Jede Mitarbeiterin hatte einen eigenen Zugangscode für die Geräte, so dass durchaus mehrere Mitarbeiterinnen ein Gerät benutzen konnten, sofern sie nicht zur gleichen Zeit im Dienst waren.
Mit Hilfe des Zugangscodes (einzugeben über die Zahlentastatur) konnte man sich anmelden und so war schon der Arbeitsbeginn festgehalten.
Jeder Patient war ebenfalls in das Gerät eingespeichert und sobald die Pflegekraft vor Ort war, wählte sie den betreffenden Patienten im Gerät aus und so war gleichzeitig die Fahrzeit und der Beginn der Tätigkeit beim Patienten gespeichert.
Am Ende der Maßnahmen vor Ort konnte die Pflegekraft nun ihre Handlungen einscannen. Jeder Tatigkeit war ein Bar-Code zugeordnet - von der Körperpflege über Wundversorgung bis zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten - und die jeweilig erfolgte Pflegehandlung wurde durch den Bar-Code mit Hilfe des Scanners gespeichert. Nun konnte man noch Besuchszeitende eingeben und schon waren alle Pflegemaßnahmen, sowie die Dauer des gesamten Besuches festgehalten.
Dieser Vorgang wiederholte sich bis Dienstende und auf Station meldete die Pflegekraft sich ab und schaltete den Scanner aus.
Durch ein USB-Kabel wurden nun die Scanner nacheinander mit einem PC verbunden, alle Daten übertragen und so hatte man am Monatsende eine genaue Übersicht über alle Leistungen für jeden Patient (danach wurden die Rechnungen erstellt), wie lange dies dauerte (danach konnte man eventuellen höheren Pflegebedarf ersehen) und die genauen Arbeits- und Fahrzeiten jeder Mitarbeiterin.
Da ich später auch ohne dieses Gerät gearbeitet habe, weiß ich um den enormen Zeitaufwand, was das Abzeichnen der Leistungen, das aufschreiben der eigenen Arbeits- und Fahrzeiten und das Erstellen einer Leistungsabrechnung für jeden Patienten bedeutet.
Zwar ist der Anschaffungs- und Wartungsaufwand dieser Scanner groß, lohnt sich aber im Endeffekt.
Diese Methode ist kostensparender, als das manuelle Erfassen und dokumentieren der Leistungen und Arbeitszeiten.

3 Comments:

Blogger nelemarie said...

Diese mobilen Scan Geräte sind m.E. nicht nur für den ambulanten Pflegedienst eine Bereicherung, auch im Stationsalltag könnte viel Zeit gespart werden, indem die Pflegeleistungen/ -maßnahmen direkt am Patientenbett eingegeben würden. Die "lästige Schreibarbeit", die ja häufig erst am Ende des Dienstes erfolgt, kann zeitnah erfolgen und die Daten werden z.B. dem Controlling oder dem Sozialdienst ebenso zeitnah übermittelt, woraus eine schnellere Bearbeitung der Fälle resultieren kann, was wiederum Konsequenzen für die Abrechnung bzw.Erstattung von Kosten für das Krankenhaus hat.

12 April, 2007  
Blogger Mark Henning said...

Bei meinem Arbeitgeber wurde dieses Verfahren von 1997 bis 1999 eingesetzt. Hierbei kam es bei uns immer wieder zu Problemen mit der Erfassung der Barcodes. Häufig wurde eine falsche Leistung erkannt, und dadurch ein hoher Kontrollaufwand im Nachgang erforderlich. Auch bei uns wurde trotzdem die Zeit für die Abrechnung und Dokumentation verkürzt.

17 April, 2007  
Blogger Annemarie said...

Ich arbeite seit 2 Jahren in den Niederlanden und hier benutzen alle Pflegedienste die ich kenne solche mobilen Scan Geräte. Wir arbeiten mit Geräten der Firma Nedap healthcare und sie sind zuverlässig. Kontrollaufwand ist bei uns daher unnötig. Die zeit die wir mit der automatischen Zeit und Leistungserfassung sparen ist enorm.

18 April, 2007  

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