Thursday, April 12, 2007

Unterstützung der DRG-Dokumentation durch eine EDV-gestützte Dokumentation in der Pflege

In der Uniklinik des Saarlandes wird seit geraumer Zeit ein rechnerunterstütztes Pflegeanamnese und -leistungsdokumentationssystem angewandt.
Da es lediglich auf der Pneumologischen Station genutzt wird, sind die Daten leider nicht allgemein gültig - aber doch aussagekräftig, da es sich hier um immerhin 74 Betten handelt.
Dieses Dokumentationssystem nennt sich KAS (= klinisches Arbeitsplatzsystem) und ist mobil bedienbar mit minimalem Aufwand.
Die Pflegedokumentation arbeitet mit ATL´s und verwendet unterschiedliche Items für Pflegeanamnese und Pflegeleistungen. Jedes Item hat definierte Regeln die aus DRG-relevanten Prozeduren abgeleitet sind.
So konnten über 500 Regeln definiert werden (bestehend aus Pflegeleistungen und Pflegeanamnese) die nicht nur spezielle Pflegeleistungen erklären, sondern auch DRG-relevante Diagnosegruppen.
Mit Hilfe von einem Code der speziell entwickelt wurde, kann also jede Pflegeleistung per mobiler Eingabe einer DRG-relevanten Diagnose zugeordnet werden.

Der Vorteil hier liegt in der Vervollständigung der DRG-Dokumentation, ohne erhöhten Dokumentationsaufwand für die einzelne Pflegekraft.
Auch die Zeitersparnis bei der Durchsicht der Akten und Listen mit Pflegeleistungen ist signifikant.
Leider sind über die Kosten keine Aussagen gemacht worden - ich denke doch, dass der beschriebene Personalkostenaufwand bei der Implementierung und die Anschaffungskosten der mobilen Geräte erheblich sind.
Es bleibt zu sagen, dass sicher durch optimale DRG-Dokumentation wie sie diese Lösung bietet Kosten eingespart werden können, und doppelte Dokumentation vermieden werden kann.

3 Comments:

Blogger nelemarie said...

Was in diesem Beitrag zum Thema Unterstützung der DRG Dokumentation durch eine EDV- gestützte Dokumentation in der Pflege am Beispiel von KAS beschrieben wurde, trifft auf verschiedenste elektronische Pflegedokumentationssysteme zu. Ich möchte auf den Beitrag "Das PDMS Copra" verweisen, das ebenfalls die DRG Dokumentation unterstützt, ohne das es eines zeitlichen Mehraufwands bezüglich der Dokumentation für Pflegekräfte bedarf.Leider sind Aussagen über Kosten der Systeme selten in Zahlen festgehalten.

12 April, 2007  
Blogger Mark Henning said...

This comment has been removed by the author.

17 April, 2007  
Blogger Mark Henning said...

Sicherlich eine tolle Sache, aber mich würde interessieren warum diese Möglichkeit nur im Bereich der Pneumologie eingesetzt wird, wenn der Erfolg so groß ist. Eine bessere Ausnutzung der bestehenden DRG-Vergütung ist doch sicherlich in einem ganzen Klinikum anzustreben.

17 April, 2007  

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