Monday, January 22, 2007

Kostenaspekte bei der Einführung von Pflegeinformationssystemen

In diesem Beitrag nehme ich Bezug auf einen Artikel von Prof. Dr. Roland Trill, von der FH-Flensburg: Kosten-Nutzen-Überlegungen beim Einsatz von EDV-Systemen

Kostenaspekte

In Krankenhäusern, die bereits die Kommunikation realisiert haben und auch sonstige Management-Tools einsetzen, dürfte ein zusätzlicher PC notwendig werden. Der Server steht in der Regel bereits zur Verfügung, muss ggf. aufgerüstet werden. Für die Funkkommunikation ist darüber hinaus die Station wireless (drahtlos) zu vernetzen, d.h. es sind sog. Accesspoints für die Funkkommunikation einzurichten, des weiteren müssen für die Unterstützung mobile Geräte der Datenverarbeitung angeschafft werden. Darüber hinaus muss es einen zentralen Pflegearbeitsplatz geben, dessen Auslastung diese Funktionalität noch umsetzbar erscheinen lässt.
Somit ergibt sich für die Investitionskosten (einmalig) die folgende Beispielrechnung(auf Basis einer 24 Bettenstation):

• 1 PC Eur 1500,–
• 3 (– 4) mobile Geräte Eur 8000,–
• 1 Accesspoint incl. Baumaßnahmen Eur 4000,–
• Kleinmaterial Eur 500,–
• 1 Lizenz (künstlich herausgetrennt) Eur 7500,–
• 1 Dienstleistungspaket Eur 5000,–

Somit ergibt sich eine Investitionssumme von Eur 22000,- wobei die Lizenzgebühr
herstellerspezifisch schwankt und darüber hinaus bei der Vereinbarung sog. Campuslizenzen bessere Bedingungen ausgehandelt werden können.
Bei den Betriebskosten fallen Pflegekosten i.d.R. in Höhe von 1,5 – 2,5% der Lizenzgebühr an. Berücksichtigt werden müssen ggf. auftretende zusätzliche Personalkosten, etwa wenn Mitarbeiter auf den Stationen als EDV-Verantwortliche arbeiten und somit ein Teil ihrer Arbeitszeit der Pflege entzogen wird.

Nutzen-Überlegungen

Um den Arbeitsprozess nach Einführung der Software zugrunde legen zu können, soll die nachstehende Tabelle verdeutlichen, welche Funktionalitäten benötigt und wo sie eingesetzt werden. In der Tabelle werden die dezentrale Verarbeitung am Bett des Patienten, die Arbeit am zentralen Pflegearbeitsplatz (aufgrund der zu bewältigen Tätigkeiten sollte auf die Möglichkeit zur Konzentration Wert gelegt werden) sowie Aufgaben die teilweise am Bett und teilweise zentral durchgeführt werden unterschieden.
Zusätzlich zu bisher angesprochenen Aufgaben werde die Visitenbegleitung und die Kurvenvisite gesondert dargestellt, da in ihnen wesentliche Schnittstellen zum Gesamtprozess der Behandlung und Pflege gesehen werden.Erläuternd soll ausgeführt werden, dass die Informationssammlung/Anamnese sowohl am Patientenbett als auch zentral ausgeführt werden wird. Gehfähige Patienten können das Gespräch auch am Pflegearbeitsplatz (Vertraulichkeit) führen. Da diese Aufgabe ein permanenter Prozess ist, muss es auch möglich sein, Beobachtungen des Pflegepersonals direkt nach der Wahrnehmung einzugeben.
Die Pflegeplanung unter Verwendung von Pflegestandards erfolgt am zentralen Arbeitsplatz.
Durchgeführte Maßnahmen, Beobachtungen werden direkt am Ort der Entstehung in die EDV eingegeben. Die Eingaben gehen sehr schnell, da i.d.R. keine Tastatur (aufgrund der vorhergehenden Standardisierung) benötigt wird.

Link: http://www.pflege-informatik.info/


Tabelle: Technologieeinsatz

2 Comments:

Blogger Stefan said...

Hallo Ivan,
wo finde ich denn die Tabelle?

24 January, 2007  
Blogger IB said...

In unserem Haus wird zum großen Teil mit einem Pflegeinformationssystem gearbeitet.
Die Einführung war recht plötzlich undraf uns recht unvorbereitet. Jeder Mitarbeiter wurde geschult und dann galt"learning by doing it". Es gab jedoch immer einen Ansprechpartner.
Zuerst gab es viele kritische Stimmen aus dem Bereich der Pflegenden.
Aber heute ist der Computer kaum noch aus dem Pflegealltag weg zu denken.
Die Laborbefunde sind abrufbar und so können viele Wege gespart werden.
Auch der Arzt kann im ganzen Haus an jedem Computer die Befunde abrufen und Anordnungen treffen.
Der Computer ist kaum noch weg zu denken.
Das hätten sich die Pflegenden nicht träumen lassen, da sie zuerst soviel Gegenwehr leisteten.
Manchmal kann die "neue Technik" einen aber auch zur Weißglut treiben, wenn sie mal wieder nicht so funktioniert.
Aber es liegt ja bekanntlich meistens am Anwender.

11 March, 2007  

Post a Comment

Links to this post:

Create a Link

<< Home